So sah O'Sullivan 1970-1971 aus mit altem Image.
So ab 1971 bei z.B. bei Erfolg mit Get Down
Der irische Sänger wurde 1972 in Deutschland zum besten nichtdeutschen Künstlern gewählt. Er hatte in Deutschland lediglich Erfolg mit "Get Down".
Dabei begann seine Karriere nicht gerade Sprunghaft. Der Ire arbeitet in England, spielte bei kleineren Bands und brachte 1969 seine erste Single heraus. "Mr. Moody's Garden" wurde jedoch nicht zum Erfolg.
1970 wurde er dennoch Weltbekannt, als seine Single "Nothing Rhymed" in den Niederlanden zur Nummer 1 wurde. O'Sullivan hatte ein Auftreten, dass an einen typischen Schuljungen aus Dublins Arbeiterviertel erinnert. Militärstiefel, Hemd und davonhängende Krawatte, die die Mitte bildete zwischen den Hosenträgern.
O'Sullivan hatte danach mehrere große Erfolge: "Claire" wird wieder Nr. 1 diesmal England und Frankreich. "Matrymonie" eine lustige Ehegeschichte erobert die Herzen der deutschen und schafft erneut in England Nr. 1. 1971 wurde das reinste "Gilbert O'Sullivan-Jahr."
1972 kam er mit neuem Image zurück: Lange Lockige Harre, keine Mütze und oft ein roter Pullover, auf dem ein großes schwarzes G aufgenäht war. Er wurde zum Kuschelrocker Nr. 1 in England und sprach mit dem Song "Alone Again" zum ersten mal in seiner Karierre seine innerliche Leere an, die er erfuhr und von Selbstmordgedanken berichtet. Der Song selbst wurde wieder zu Erfolgsgeschichte.
Ebenfalls 1972 machte ein anderer Song ihn zum Sympathieträger der deutschen Popfans: das zweideutige "Get Down", dessen Text als "uninterpretierbar" gilt wurde in Deutschland DIE Nummer eins des Jahres. Der Song ist klanglich eine Mischung aus (Hard)Rock, Rock 'n' Roll und eine gehörige Priese "Schmalz".
Danach wurde es wieder Still um O'Sullivan. Gefragt war in den 1980-ern ein Duett "Can't thing strange", wieder eine Liebensgeschichte im Telefongespräch mit Peggy Lee, als Schwester oder Mutter seiner geliebten. Erneut gibt O'Sullivan seine innere Gedankenwelt zu erkennen. Die Traurigkeit und der tiefere Sinn des Liedes spiegelt die ungerechte Konsumverteilung der Welt wieder.
2001 kam er mit einem Paukenschlag zurück. Mit dem fröhlichen und gewaltsamen Tacktgesang wurde "Two's Company" aus seiner Feder zum Erinnerungsstück. Zum ersten Mal sang er im Rockstiel, auch die Aufmachung des Liedes erinnert an nichts, dass ihn in den frühen 70-ern Weltruhm erbrachte.
Man sollte nicht glauben, dass O'Sullivan ein Kind von Traurigkeit ist, sondern sein Humor muss man suchen, wenn man bloß die Lieder hört. Liebend gerne hielt er sich in den 1970-ern mit seinem Dublin-Schoolboy-Look in Deutschland auf, und verlautete, man erinnere sich selbst 2070, das ist Gilbert O'Sullivan. Ein interessanter Charakter, der eine Beerdigung zur ausgelassenen Fete der Freude machen könnte.
Nun ist er in Japan als Solokünstler tätig, in Europa geht die Nachfrage nach ihm stark zurück.
Bemerkenswert: O'Sullivan schrieb alle seiner Lieder selbst.
Empfehlenswert: "Ooo Wakka-Doo-Wakka Day" und zu Weihnachten: "Chrimas Song" - weil vorher nicht genannt.
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