Musikforum / Musik Forum rund um Musik und Musiker

Rock

Umphrey's McGee - Anchor Drops

 von HevyDevy , 21.06.2005 21:53

Brendan Bayliss - Guitars, Vocals
Jake Cinninger - Guitars, Moog, Synths, Vocals
Joel Cummings - Keyboards, Vocals
Andy Farag - Percussion
Kris Myers - Drums, Vocals
Ryan Stasik - Bass

01. Plunger
02. Uncommon
03. JaJunk Pt. I
04. 13 Days
05. JaJunk Pt. II
06. Walletsworth
07. Anchor Drops
08. In The Kitchen
09. Bullhead City
10. Miss Tinkle's Overture
11. Robot World
12. Mulche's Odyssey
13. Wife Soup
14. The Pequod

Gesamtlaufzeit 64:11

1997 in Chicago gegründet, machten sich die Herren bald einen Namen in der sogenenannten Jamband-Szene...hab ich mir sagen lassen. Ehrlich gesagt war mir die Band, welche in den USA doch schon auf 5 Veröffentlichungen zählen kann, und auch diese Jamband-Szene bis vor kurzem völlig unbekannt. Wie bin ich also zu diesem Album gekommen? Nun, das läuft bei mir meistens so ab: Irgend ein User in einem der zahlreichen von mir besuchten Message-Boards beginnt eine Band gewaltig zu "pimpen", sprich er schwärmt unaufhörlich darüber. Das führt allerdings nur unter bestimmten Umständen zum Blindkauf eines Albums:

Umstand 1: wenn sich dieser User in der Vergangenheit als mit meinem Musikgeschmak "kompatibel" erwiesen hat und ich ihm sozusagen blind vertraue. Dies war bei diesem Album nicht der Fall, da der "Pimpende" mir völlig unbekannt war.

Umstand 2: Die Beschreibung des Albums oder der Band enthällt irgendwelche Begriffe, die bei mir die Alarmglocken klingeln lassen - im positiven Sinne. Dies war schon eher der Fall: Steely Dan, Frank Zappa oder Mahavishnu Orchestra waren nur einige der genannten Bands/Künstler mit denen dieses Album verglichen wurde. Folge: Interesse wurde geweckt und ich begann mich genauer darüber zu informieren. Dies führte schliesslich zu Schritt bzw. Umstand 3.

Umstand 3: Das Album wurde auf dem Qualitätslabel InsideOut veröffentlicht (müssten hier die meisten kennen und daher auch nachvollziehen können, warum dieses Label für Qualität steht ). Ausserdem wurde das Album von einigen von mir hochgeschätzten Babyblaue-Seiten-Rezensenten ziemlich positiv bewertet (Verweis auf Umstand 1).

Daraus folgt: Blindkauf. So, nun aber genug von mehr oder weniger kognitiven Prozessen, die mich normalerweise zum CD-Kauf bewegen. Zum Album. Geboten wird eine wilde Mischung aus Blues, Jazz-Rock, Prog-Rock, Pop, Funk, Metal, und wasweissichnochalles in einem sehr eingänglichen Gewand und mit viel Humor. Besonders hervorzuheben wäre der Operner "Plunger" (da schlägt das Prog-Rock-Herz gleich doppelt so schnell), die beiden groovigen Instrumentals JaJunk Pt. 1 +2, das hitverdächtige und fast schon zu poppige "In The Kitchen", das relaxte Instrumental "Miss Tinkle's Overture" und das schräge "Robot World" (da wirds doch tatsächlich etwas elektronisch). Daneben gibts noch eine eher verzichtbare, astreine Country-Ballade. Ebenfalls etwas negativ ins Gewicht fallen die etwas lasche Produktion und der allerhöchstens durchschnittliche Gesang. Unterm Strich bleibt ein kurzweiliges, weil extrem abwechslungsreich aufgrund der Stilvielfalt, sehr spassiges (ja man könnte schon fast sagen) Sommeralbum. Irgendwie auch sehr amerikanisch. Ein Rezensent liess sich zur Bezeichnung "All-American Music" hinreissen. Dem kann ich zustimmen. Eignet sich bestimmt auch gut für längere Autofahrten.

8/10


HevyDevy

 
 
Sortierung: Alte Beiträge zuerst

Chris Spedding - GUITAR JAMBOREE
Pride of Lions - Pride of Lions

Online seit 23.04.05


HPM-Foreninformation-FAQ  Blaulichter  Musikschulen  Musik Download  Outdoor-Freizeit-Sport  Professionelles Webdesign mit web-pep  3D Aufkleber Druck  Feuerlöscher  Vermieter Forum  Reise  Rock CDs Onlineshop  Künstleragentur Veranstaltungen  Basteln Forum  Pauschalreisen  Musik